Die Bezirksversammlung Bergedorf hat entschieden: Die Freitreppe am Körberhaus wird in Regenbogenfarben gestrichen. CDU und AfD stimmten dagegen, die AfD bezeichnete den Christopher Street Day als „Sammelbecken von Fetischisten".
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Die Bezirksversammlung Hamburg-Bergedorf hat mit den Stimmen von Linken, Grünen, SPD und einer FDP-Stimme beschlossen, die Freitreppe am Körberhaus in Regenbogenfarben zu streichen. Die Umsetzung ist für Juni 2027 geplant. CDU und AfD stimmten gegen den Antrag.
Der Grünen-Politiker Nils Potthast begründete seine Zustimmung mit der Geschichte des Bezirks: Im nahen KZ Neuengamme waren auch homosexuelle Männer inhaftiert, viele von ihnen überlebten die Haft nicht. Die SPD-Politikerin Hannah Arthur argumentierte, Symbole im öffentlichen Raum zeigten, wofür eine Gesellschaft stehe – „für Respekt, für Gleichberechtigung und gegen Ausgrenzung". Eine trans Frau aus Bergedorf schilderte in der Sitzung eigene Erfahrungen mit Belästigung und sprach sich für sichtbare Solidarität aus.
CDU-Fraktionschef Julian Emrich warnte vor „unnötigen Trotzreaktionen" und warf der Community vor, queeres Leben „als etwas besonders Tolles" darzustellen. Die AfD ging weiter: Sie bezeichnete den Antrag als rechtswidrig und den Christopher Street Day als „Sammelbecken von Fetischisten".
Bergedorf ist nicht der einzige Ort, an dem über Regenbogentreppen gestritten wird. Ähnliche Debatten laufen derzeit auch in Flensburg und Göttingen.
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