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Bärbel Bas tritt zurück: Eine Verbündete der queeren Community geht

Politik & Recht

Bärbel Bas gibt das Amt der Bundesarbeitsministerin und den SPD-Co-Vorsitz auf. Sie nennt den Tod ihrer Stieftochter als Grund und kritisiert Angriffe, auch aus der Union.

Bärbel Bas tritt zurück: Eine Verbündete der queeren Community geht

Bild: KI-generiert · Illustration

Bärbel Bas (SPD) tritt als Bundesarbeitsministerin und als Co-Vorsitzende ihrer Partei zurück. Das kündigte sie am Montag an. Auf Instagram begründete sie den Schritt mit dem Tod ihrer Stieftochter: Sie brauche Zeit zum Trauern. Als Bundestagsabgeordnete will sie weiter den Wahlkreis Duisburg vertreten.

Bas kritisierte zugleich öffentliche Angriffe auf sie, auch aus dem Lager des Koalitionspartners CDU/CSU, die sich in dieser Zeit verstärkt hätten. Sie könne ihre Arbeit nicht mehr vollumfänglich erledigen. Nicht alles sei ihr gelungen, sagte sie, aber sie habe immer für das eingestanden, woran sie glaube.

Für die queere Community war Bas eine verlässliche Ansprechpartnerin. Als Bundestagspräsidentin widmete sie die Gedenkstunde 2023 für die Opfer des Nationalsozialismus erstmals ausdrücklich auch den queeren Verfolgten. Ende 2023 eröffnete sie die Ausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933–1945“. Als Arbeitsministerin hisste sie 2025 beim Berliner CSD die Regenbogenfahne, obwohl Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) das untersagt hatte. Nach dem Anschlag auf den CSD forderte sie, queere Menschen in Artikel 3 des Grundgesetzes ausdrücklich vor Diskriminierung zu schützen. Diese Reform blockiert die Union laut queer.de bis heute.

Aus SPD und Grünen kamen Worte des Bedauerns, unter anderem von der Queerbeauftragten der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD), und ihrem Vorgänger Sven Lehmann (Grüne).

Als Nachfolger im Arbeitsministerium wird nach Medienberichten Alexander Schweitzer (SPD) gehandelt, früher Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Auch er gilt als Unterstützer von LGBTI-Rechten. Der Koalitionsvertrag in Rheinland-Pfalz enthielt laut queer.de mehrere queere Forderungen, darunter den Schutz queerer Menschen im Grundgesetz. Bestätigt ist die Personalie bisher nicht.

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