US-Senator Ed Markey gewinnt die demokratische Vorwahl in Massachusetts deutlich gegen einen Herausforderer, der mit Kritik an trans Sportlerinnen aufgefallen war. LGBTQ+-Organisationen werten das Ergebnis als Absage an Anti-Trans-Wahlkampfstrategien.
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US-Senator Ed Markey hat die demokratische Vorwahl in Massachusetts klar für sich entschieden. Mit 64,8 Prozent der Stimmen setzte er sich gegen den Kongressabgeordneten und Marine-Veteranen Seth Moulton durch, der auf 35,2 Prozent kam.
Markey sitzt seit Jahrzehnten in Washington: Nach drei Amtszeiten im Repräsentantenhaus von Massachusetts folgten zwanzig Amtsperioden im US-Kongress, inzwischen ist er in seiner zweiten Amtszeit im Senat. Bei der Human Rights Campaign führt er eine makellose Bilanz – seine gesamte Amtszeit über stimmte er stets im Sinne queerer Gleichstellung. Er war Mitinitiator des Equality Act und trieb den Transgender Health Care Access Act voran, außerdem unterstützte er die Resolution für eine "Transgender Bill of Rights".
Sein Herausforderer Moulton hatte im Wahlkampf mit kritischen Aussagen zu trans Sportlerinnen für Unmut gesorgt und offenbar darauf gesetzt, sich von Themen der Trans-Community zu distanzieren. Genau diese Strategie ging nicht auf.
Tyler Hack vom Christopher Street Project ordnete das Ergebnis pointiert ein: "Heute Nacht hat Anti-Trans-Politik verloren. Massachusetts hat die Idee zurückgewiesen, dass ein Angriff auf trans Menschen eine Abkürzung zur politischen Macht ist." Kelley Robinson, Präsidentin der Human Rights Campaign, dankte Markey dafür, seit Jahrzehnten für queere Gleichstellung zu kämpfen – "egal was kommt".
Für LGBTQ+-Organisationen ist der klare Vorsprung ein Signal über Massachusetts hinaus: Wer sich im Wahlkampf gegen trans Rechte positioniert, kann damit auch bei moderaten demokratischen Wählerinnen und Wählern verlieren.
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