In der Schweiz haben sich sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche klar gegen sogenannte 'Konversionstherapien' ausgesprochen. Diese Praxis, die vorgibt, die sexuelle Orientierung von Menschen ändern zu können, wird von vielen als schädlich und gefährlich angesehen. Ärzteorganisationen warnen, dass solche Therapien oft zu Depressionen und Suizidgedanken führen können. Die Unterstützung der beiden großen Kirchen für ein Verbot dieser Praktiken wird als wichtiger Schritt in Richtung Akzeptanz und Schutz der LGBTIQ+-Gemeinschaft gewertet. International gibt es jedoch noch viele Kirchen, die solche Therapien befürworten, was die Bedeutung der Schweizer Entscheidung unterstreicht.
Verwandte Artikel
Zürich weiht erstes Schweizer Mahnmal für queere Opfer ein
Auf dem Friedhof Sihlfeld erinnert seit dem 24. August eine Sandsteinsäule mit fünf drehbaren Ringen an queere Menschen, die Diskriminierung und Gewalt erfahren haben.
Michigan setzt Verbot von Konversionstherapie nach US-Grundsatzurteil aus
Nach einem Grundsatzurteil des Supreme Court will Michigan sein Verbot von Konversionstherapie nicht mehr durchsetzen – als erster von 22 US-Bundesstaaten mit einem solchen Gesetz.
Wie amerikanische Kirchen zu queeren Gläubigen stehen
Eine neue Untersuchung sortiert zwanzig christliche Kirchen in den USA nach ihrer Haltung zu LGBTIQ+-Menschen – von offener Ordination bis zur klaren Ablehnung gleichgeschlechtlicher Ehen.