In einem ehemaligen, entweihten Kirchengebäude im Zentrum von Sydney ist ein neuer Kunst- und Aufführungsort für die queere Community entstanden: das Divine Playhouse. Der Bundesstaat New South Wales förderte das Projekt mit umgerechnet rund 100.000 Dollar aus einem Kunstfördertopf.
Die Eröffnungsveranstaltung vergangene Woche sorgte für Empörung bei katholischen Verbänden. Eine Performerin, als Schwein verkleidet, reichte McDonald's-Pommes als Kommunion, andere Darsteller traten als Nonnen mit Sexspielzeug auf, Drag Queens stellten die Geburt Christi nach. Katholische Aktivist*innen sprachen von "hasserfüllter Blasphemie, die verhöhnt, was uns heilig ist".
Der Vermieter des Gebäudes reagierte mit einer Abmahnung: Die Betreiber sollten das "anstößige Gewerbe" einstellen, andernfalls drohe die Kündigung. Veranstalter James Thorpe und die stellvertretende Oberbürgermeisterin von Sydney, Jess Miller, verteidigten dagegen das Recht des Ortes auf Existenz. Miller bezeichnete das Divine Playhouse als Ort, an dem die Community "kathedralenartige Gemeinschaften" bilden könne.
Die Grünen-Abgeordnete von New South Wales, Cate Faehrmann, forderte die zuständige Ministerin für Musik und Nachtleben auf, das Divine Playhouse öffentlich gegen die Drohungen religiöser Gruppen zu verteidigen.
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