In seiner neuen Autobiografie erzählt der britische Ex-Olympionike Mark Foster, wie er jahrzehntelang seine Homosexualität vor der Öffentlichkeit verbarg, und fordert mehr Offenheit im Spitzensport.
Der britische Ex-Olympia-Schwimmer Mark Foster hat in seiner neuen Autobiografie „My Double Life" offengelegt, wie er über Jahrzehnte seine Homosexualität vor der Öffentlichkeit verbarg. Foster, der 2008 Olympia-Silber gewann und die britische Fahne bei der Eröffnungsfeier trug, outete sich erst 2017 im Alter von 47 Jahren.
„Ich habe mein Arbeits- und mein Privatleben komplett getrennt gehalten, die beiden durften sich nie berühren. Ich wurde sehr gut darin, halbe Wahrheiten und glatte Lügen zu erzählen", schreibt er über seine aktive Karriere. Öffentlich war er zeitweise mit einer Frau namens Catherine liiert – tatsächlich verband die beiden nur Freundschaft. „Dieses kleine Geheimnis wurde immer größer", so Foster weiter.
Heute lebt der frühere Sprintschwimmer mit seinem Partner Craig McKay in Leigh-on-Sea in der englischen Grafschaft Essex. Bekannt geblieben ist er unter anderem als BBC-Experte und ehemaliger Kandidat der Tanzshow „Strictly Come Dancing".
In seinem Buch äußert sich Foster auch zur Lage schwuler Sportler in der Gegenwart. Er sei überzeugt, dass es unter Premier-League-Fußballern schwule Spieler gebe, die sich bislang nicht trauten, offen zu leben. Als Grund nennt er anhaltende Vorurteile: „Manche Leute benutzen immer noch Hassrede und nennen es freie Meinungsäußerung." Foster verweist dabei auf Justin Fashanu, der sich 1990 als erster Profifußballer öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte und 1998 nach jahrelanger Anfeindung starb. Dessen Schicksal beschäftige ihn bis heute, schreibt Foster.
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