Der Schweizer Beachvolleyballer Leo Dillier hat sich in einem Instagram-Video als schwul geoutet und beschreibt, wie stark der Spitzensport auf Anpassung ausgerichtet ist. Er hofft, jüngeren Athletinnen und Athleten als Vorbild zu dienen.
Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Der Schweizer Beachvolleyballer Leo Dillier hat sich in einem rund dreiminütigen Video auf Instagram als schwul geoutet. „Hallo, ich bin Leo, ich bin Beachvolleyball-Profi und möchte mich heute outen", sagt der 25-Jährige aus dem Kanton Aargau zu Beginn des am 15. August veröffentlichten Videos.
Dillier wurde 2022 Schweizer Meister und tritt meist gemeinsam mit Marco Krattiger auf der Profitour an. Bei der Beachvolleyball-Europameisterschaft in Polen erreichte er zuletzt mit Partner Luc Flückiger das Achtelfinale, sein erklärtes Ziel sind die Olympischen Spiele 2028.
Im Video beschreibt er, wie sehr der Spitzensport auf Anpassung ausgerichtet sei: „Im Spitzensport gibt es noch immer keinen Platz für Abweichung - Athletinnen und Athleten müssen einem engen Muster entsprechen, um zu bestehen." Homosexualität werde im Sport häufig mit Schwäche gleichgesetzt, sagt Dillier, weshalb er seine Identität über Jahre verborgen habe. Mit seinem Outing will er jüngeren Sportlerinnen und Sportlern ein Vorbild sein, eines, das ihm selbst gefehlt habe, als er mit 15 Jahren mit seiner Identität rang.
Sein Trainer Lucian Hofstetter reagierte unterstützend und wies darauf hin, dass das strukturelle Problem im Sport trotz gesellschaftlicher Fortschritte bestehen bleibe. Offene Coming-outs sind im Spitzensport weiterhin selten - Dillier reiht sich damit in eine kleine Gruppe aktiver Profisportler ein, die öffentlich zu ihrer Homosexualität stehen.
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