Die US-Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Frauen gewinnt in Ottawa knapp gegen Kanada den ersten WM-Titel seit 16 Jahren. Drei offen lesbische Spielerinnen stehen im siegreichen Kader.
Bild: KI-generiert · Illustration
Die US-amerikanische Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Frauen hat sich bei der Weltmeisterschaft in Ottawa den Titel gesichert - mit drei offen lesbischen Spielerinnen im Kader. Im Finale gegen Kanada setzte sich das Team im TD Place Arena knapp mit 77:76 durch. Es ist der erste WM-Titel der USA in dieser Disziplin seit 16 Jahren und insgesamt der dritte in der Geschichte des Frauenteams.
Maßgeblichen Anteil am Sieg hatte Courtney Ryan, eine der drei offen lesbischen Spielerinnen neben Kaitlyn Eaton und Josie Aslakson. Ryan kam auf 17 Punkte, 9 Assists und 8 Rebounds und verwandelte 20,8 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Freiwurf zum 77:76. Ryan und Aslakson trainieren und spielen gemeinsam an der University of Arizona, wo sie auch als Co-Trainerinnen aktiv sind.
Nach dem Spiel sagte Ryan, das Team habe das Glück, mit dieser Plattform seine Geschichte erzählen zu können - man hoffe, damit auch die jüngere Generation zu erreichen. Für den Behindertensport, der abseits internationaler Großereignisse selten mediale Aufmerksamkeit bekommt, ist der Titel gleich doppelt bedeutsam: sportlich als Ende einer 16 Jahre langen Durststrecke, gesellschaftlich als sichtbares Beispiel offen lebender queerer Athletinnen in einer Sportart, die in der öffentlichen Wahrnehmung noch immer im Schatten des paralympischen Spitzensports steht.
Ausgetragen wurde die Weltmeisterschaft der International Wheelchair Basketball Federation (IWBF) in Ottawa vor heimischem kanadischem Publikum, was die knappe Finalniederlage der Gastgeberinnen zusätzlich schmerzhaft machte.
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