Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Die früheren NBA-Spieler Enes Kanter Freedom und Royce White haben angekündigt, sich für den WNBA-Draft im April 2027 zu bewerben. Beide identifizieren sich nicht als trans, berufen sich aber offen auf vage Formulierungen im Regelwerk der Liga: Freedom erklärte sinngemäß, wenn eine bloße Selbstauskunft ausreiche, erfülle er „jede einzelne Voraussetzung“; White sagte, er identifiziere sich „manchmal“ als Frau – ausdrücklich zu dem Zweck, professionell Basketball in der WNBA zu spielen.
WNBA-Kommissarin Cathy Engelbert reagierte am 7. August mit einem Memo an alle Teams. Eine Arbeitsgruppe aus Team-Präsident:innen und General Managern soll sich nun mit einer Klärung der Regeln zur Geschlechts-Eligibilität befassen. Bislang enthält der Tarifvertrag der Liga keine spezifische Regelung zu trans Athletinnen, formuliert aber allgemein, dass nur Spielerinnen, die Frauen sind, in der WNBA spielberechtigt sind.
Die Spielerinnengewerkschaft der WNBA reagierte scharf: Man werde sich „nicht als politische Schachfigur missbrauchen lassen“. Beobachter:innen werten die Bewerbungen der beiden Ex-NBA-Spieler als bewussten Stunt, der die Debatte um trans Athletinnen im Frauensport lächerlich machen und die Liga vorführen soll – unabhängig von einer tatsächlichen Absicht, in der WNBA zu spielen.
Der Vorfall reiht sich in eine breitere US-Debatte um Geschlechts-Eligibilität im Sport ein, die zuletzt auch Tennis-Organisationen wie WTA und LTA beschäftigt hat. Wie die WNBA ihre Regeln am Ende präzisiert, dürfte richtungsweisend für den Umgang mit ähnlichen Fällen in anderen US-Profiligen sein.
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