Die letzte Berufungsmöglichkeit ist ausgeschöpft: Der Ausschluss der trans Frau Roxanne Tickle aus der App Giggle for Girls war rechtswidrig. Die Entschädigung wurde zuletzt auf 20.000 australische Dollar erhöht.
Bild: KI-generiert · Illustration
Australiens High Court hat der Betreiberin der App Giggle for Girls die letzte Möglichkeit genommen, ein Diskriminierungsurteil zugunsten der trans Frau Roxanne Tickle anzufechten. Das Gericht sah keine ausreichenden Erfolgsaussichten für eine Berufung und lehnte die dafür nötige Sondererlaubnis ab. Damit endet ein mehrjähriger Rechtsstreit, der sich über mehrere Instanzen gezogen hatte.
Giggle for Girls bewarb sich als reine Frauen-App für die Suche nach Mitbewohnerinnen, Freelance-Aufträgen oder Freundeskreisen und prüfte Nutzerinnen per Gesichtserkennung. Tickle wurde 2021 ausgeschlossen, weil sie laut Feststellung des Gerichts nicht ausreichend weiblich ausgesehen habe. Gründerin Sall Grover, die sich selbst als trans-exklusive radikale Feministin bezeichnet, hatte die App im Juli 2022 eingestellt.
Bereits im August 2024 hatte das Bundesgericht entschieden, dass Grover und ihre App Tickle im Sinne des Sex Discrimination Act 1984 unrechtmäßig diskriminiert hatten, durch mittelbare Diskriminierung aufgrund geschlechtsbezogenen Erscheinungsbilds. Die ursprünglich zugesprochene Entschädigung von 10.000 australischen Dollar wurde im Berufungsverfahren auf 20.000 australische Dollar erhöht. Mit der jetzigen Entscheidung des High Court ist das Urteil endgültig und dürfte für künftige Verfahren in Australien richtungsweisend sein.
Tickle hatte den jahrelangen Rechtsstreit zuvor so kommentiert: Ich sollte nicht jahrelang vor Gericht ziehen müssen, nur um zu beweisen, dass ich existiere, oder um mein bestehendes Recht durchzusetzen.
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