Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Die Menschenrechtskommission des US-Bundesstaats Delaware hat die „Hideout Arcade Bar & Grille“ nahe Rehoboth Beach zu einer Strafe von 15.000 US-Dollar verurteilt, weil das Lokal eine trans Frau diskriminierte. Es ist bereits die zweite Strafe gegen den Betrieb: 2025 musste die Bar schon einmal 2.000 Dollar zahlen, weil sie einer anderen trans Frau den Zutritt verweigert hatte.
Im aktuellen Fall wurde der Gästin Kaitie Sorber der Zugang zur Damentoilette verwehrt, das Personal wies sie an, die Herrentoilette zu nutzen, und verlangte erneut ihren Ausweis. Sorber lebt seit 2018 in allen Lebensbereichen offen als Frau, ihr amtliches Dokument weist aber noch das Geschlecht „männlich“ aus. Nachdem sie den Vorfall in sozialen Medien öffentlich gemacht hatte, sprach die Bar ein dauerhaftes Hausverbot gegen sie aus.
Bar-Besitzer Bryan Derrickson rechtfertigte sein Vorgehen mit dem Ausweisdokument: „Ich dachte, das ist doch einfach: Führerschein, was auch immer draufsteht, männlich, weiblich oder etwas anderes, danach richten wir uns.“ Die Kommission sah darin eine Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität und ordnete zusätzlich zur Geldstrafe eine verpflichtende Antidiskriminierungs- und Gleichbehandlungsschulung für alle Angestellten an.
Der Fall zeigt, wie weit Ausweisdokument und gelebte Geschlechtsidentität auseinanderfallen können – und dass US-Bundesstaaten wie Delaware inzwischen wiederholt gegen Betriebe vorgehen, die trans Personen den Zugang zu Toiletten oder Räumlichkeiten verweigern.
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