Idahos Gouverneur Brad Little hat eines der schärfsten Gesetze der USA zur Toilettennutzung durch trans Menschen unterschrieben. Es verbietet, öffentliche Toiletten oder Umkleiden zu betreten, die nicht dem bei der Geburt eingetragenen Geschlecht entsprechen – und zwar in staatlichen Gebäuden und öffentlichen Einrichtungen.
Wer sich "wissentlich und willentlich" nicht daran hält, riskiert bei einer ersten Verurteilung bis zu ein Jahr Gefängnis. Wird jemand innerhalb von fünf Jahren ein zweites Mal verurteilt, gilt die Tat als Verbrechen mit einer möglichen Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. Idaho reiht sich damit in eine wachsende Zahl republikanisch regierter Bundesstaaten ein, die den Zugang trans Menschen zu öffentlichen Toiletten seit einigen Jahren per Gesetz einschränken.
Die Organisation Trans Affirm hat als Reaktion die "Idaho Inclusive Bathroom Map" veröffentlicht: eine Karte mit sicheren Toiletten im Bundesstaat, vor allem geschlechtsneutrale Einzelkabinen sowie Orte, die die Community selbst als einladend gemeldet hat. Board-Mitglied Scar Rulien nennt das Gesetz „ohnehin schon verwirrend" und verweist auf die Sicherheitsrisiken, denen trans Menschen beim Toilettengang ausgesetzt sind.
Ein Bundesrichter hat die Durchsetzung des Gesetzes nach einer Klage trans Einwohner Idahos, unterstützt von der Bürgerrechtsorganisation ACLU, inzwischen teilweise gestoppt. Ein endgültiges Urteil steht noch aus, sodass die Rechtslage für Betroffene vorerst unklar bleibt.
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