Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Ein Schulbezirk im US-Bundesstaat New Jersey hat sich mit der Familie eines trans Teenagers auf eine Entschädigungszahlung geeinigt, nachdem der 17-jährige Myles Fitzpatrick nach jahrelangem Mobbing durch Mitschüler:innen im November 2022 durch Suizid starb. Der Schulbezirk Manville soll der Klage zufolge rund 604.000 US-Dollar zahlen.
Fitzpatrick hatte im Dezember 2020 begonnen, seine Transition bekannt zu machen und seinen Namen zu ändern. Im Schuljahr 2021/22 wurde er nach Angaben seiner Mutter Danielle Warshefski zunehmend Ziel "andauernder, schwerer Belästigung und Einschüchterung" durch andere Schüler:innen – mit abwertenden Kommentaren, körperlichen Übergriffen und Beleidigungen. Die im Mai 2026 vor dem Superior Court von Somerset County eingereichte Klage wirft dem Schulpersonal vor, trotz beobachteter Vorfälle und Hinweisen auf Selbstverletzung nicht eingeschritten zu sein. Anträge auf Erleichterungen – etwa die Nutzung von Personaltoiletten oder ein Wechsel zu virtuellem beziehungsweise häuslichem Unterricht – seien abgelehnt worden, bevor sich die Situation zuspitzte.
Der Fall ist einer von mehreren aktuellen US-Verfahren, in denen Schulbezirke für ausgebliebene Schutzmaßnahmen gegen Mobbing von trans Schüler:innen zur Verantwortung gezogen werden. Fachleute verweisen seit Jahren auf ein deutlich erhöhtes Suizidrisiko bei trans Jugendlichen, wenn Diskriminierung an Schulen ohne Konsequenzen bleibt.
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