Das Williams Institute schätzt, dass fast die Hälfte der wahlberechtigten trans Personen in Staaten mit Ausweispflicht keinen passenden Ausweis hat.
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Strenge Ausweisregeln könnten bei der Wahl in den USA viele trans Personen ausschließen. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse des Williams Institute an der UCLA School of Law, über die The Advocate berichtet. Demnach identifizieren sich rund 2,8 Millionen Menschen ab 13 Jahren in den USA als trans, darunter etwa 1,3 Millionen wahlberechtigte Erwachsene.
36 Bundesstaaten verlangen einen Ausweis zur Wahl; 33 davon wählen überwiegend in Person. In diesen 33 Staaten leben rund 657.300 wahlberechtigte trans Personen. Fast die Hälfte von ihnen besitzt kein Dokument, das Namen oder Geschlecht korrekt ausweist. Besonders betroffen sind laut der Analyse trans People of Color, junge Erwachsene, Studierende sowie Menschen mit geringem Einkommen oder Behinderung. Nach Berichten von USA Today könnten mehr als 113.000 Personen in Staaten mit strengem Fotoausweis-Zwang faktisch vom Wählen abgehalten werden.
Hinzu kommen Änderungen bei den Dokumenten. Acht Staaten verbieten Geschlechtseinträge im Führerschein zu ändern, zehn bei der ursprünglichen Geburtsurkunde. In Kansas erklärt ein Gesetz Führerscheine für ungültig, deren Eintrag vom Geburtsgeschlecht abweicht; Behörden verschickten Hinweise an etwa 1.700 intersexuelle und trans Menschen. In Texas akzeptiert die Verkehrsbehörde bestimmte gerichtliche Änderungen nicht mehr. Das Außenministerium stellt Pässe nur noch mit M oder F aus.
Unklar ist, welche Nachweise Staaten für Namensänderungen verlangen werden. Shannon Minter vom National Center for LGBTQ+ Rights warnt, das könne den früheren Namen und damit die trans Identität gegenüber Wahlämtern offenlegen. Studienautorin Jody Herman sagt, die Einschränkungen untergrüben die Stimme trans Staatsbürger im Wahlprozess. In mindestens 19 Staaten gelten seit 2024 neue Wahlbeschränkungen.
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