Eine schwule Frau, die bis Dezember 2025 für PepsiCo in der Lagerlogistik arbeitete, klagt gegen ihren früheren Arbeitgeber. Sie wirft dem Unternehmen vor, homophobe Belästigung durch Kollegen ignoriert und sie nach ihrer Kündigung fallengelassen zu haben.
Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Eine ehemalige Koordinatorin bei PepsiCo verklagt den Lebensmittelkonzern wegen jahrelanger homophober Belästigung am Arbeitsplatz. Die Klägerin, eine schwule Frau, arbeitete von Mai 2022 bis Dezember 2025 in der Lagerlogistik des Unternehmens.
Laut Klageschrift weigerte sich ein Kollege wiederholt, ihre Anweisungen entgegenzunehmen, mit den Worten: \"Ich kann schwule Menschen nicht ausstehen.\" Ein anderer forderte sie auf, \"tiefer zu sprechen\", wenn sie mit Männern rede. Mehrere Mitarbeiter lehnten es ab, eine Toilette zu benutzen, wenn \"dieser schwule Typ\" dort war. Ein Kollege beschuldigte sie fälschlich, ihn auf der Toilette belästigt zu haben, ein anderer sagte ihr direkt: \"Ich mag schwule Menschen wie dich nicht\" – und deutete körperliche Gewalt an.
Die Klägerin meldete die Vorfälle nach eigenen Angaben mehrfach an Vorgesetzte, die Personalabteilung und eine interne Hotline. Passiert sei nichts – im Gegenteil, sie sei weiter neben denselben Kollegen eingesetzt worden, die sie belästigt hatten. Im November 2025 nahm sie genehmigten Familienurlaub. Im Dezember erhielt sie die Kündigung, offiziell wegen angeblicher sexueller Belästigung eines Kollegen – ein Vorwurf, den sie bestreitet.
Die Klage stützt sich auf Title VII des Civil Rights Act von 1964, der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung verbietet. Gefordert werden 150.000 US-Dollar Schadensersatz sowie zusätzlicher Strafschadensersatz. PepsiCo hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Fall geäußert.
Verwandte Artikel
DFB sperrt Ex-Zweitligatrainer Härtel wegen diskriminierenden Verhaltens
Das DFB-Sportgericht verhängt gegen Jens Härtel ein zwölfwöchiges Funktionsverbot, vier Wochen davon zur Bewährung. Dazu kommt ein Deeskalationstraining.
Rekord an Buchverboten: US-Schulen sperrten fast 12.000 Titel
Laut PEN America haben öffentliche Schulen in den USA im Schuljahr 2025/26 11.982 Bücher verbannt, so viele wie nie seit Beginn der Erhebung 2021. Texas und Florida verantworten 95 Prozent der Verbote.
HRC-Umfrage: Die meisten queeren Erwachsenen in den USA leben offen, doch das politische Klima bremst
Vor dem Coming-out-Tag veröffentlicht die Human Rights Campaign Umfrageergebnisse: 85 Prozent der befragten LGBTQ+-Erwachsenen leben mehr oder weniger offen, 56 Prozent sagen, das politische Klima mache sie zurückhaltender.