Georgia Southern zahlt 250.000 Dollar an eine frühere Mitarbeiterin, die wegen ihres Einsatzes für LGBTQ-Studierende entlassen worden war.
Bild: KI-generiert · Illustration
Die Georgia Southern University muss der ehemaligen Leiterin für studentische Gesundheitsförderung, Gemma Skuraton, eine Entschädigung von 250.000 US-Dollar zahlen. Skuraton war im Juli 2025 entlassen worden, nachdem sie sich gegen die Rücknahme mehrerer LGBTQ-freundlicher Maßnahmen an der Universität gestellt hatte.
Konkret hatte sie sich gegen die Entfernung der Regenbogenflagge aus dem studentischen Beratungszentrum gewandt, gegen die Löschung von LGBTQ-Beratungsangeboten von der Universitäts-Website protestiert und sich für ein Programm eingesetzt, das trans Studierenden kostenlose Brustbinder zur Verfügung stellte. Sie hatte die Hochschulleitung zudem gewarnt, die Ablehnung dieses Programms könne gegen das Bundesgesetz Title IX verstoßen.
Nachdem Skuraton betroffene Studierende über die gestrichene Förderung informiert hatte, protestierten diese öffentlich und wandten sich an Medien. Die Universitätsleitung warf ihr daraufhin vor, die Proteste angestiftet zu haben, und drohte, ein bereits zugesagtes Stellenangebot an eine trans Studierende zurückzuziehen, die Skuraton unterstützt hatte.
Die Einigung kam im September 2026 zustande. Die Zahlung übernimmt die Verwaltungsbehörde des Bundesstaats Georgia, verteilt auf Schadenersatz und Anwaltskosten. Skuratons Kündigung wird nachträglich als freiwilliger Rücktritt umgedeutet, das Kündigungsschreiben aus ihrer Personalakte entfernt. Weder das Universitätskuratorium noch die zuständige Vizepräsidentin räumten Fehlverhalten ein. Skuratons Anwältin erklärte, das Ergebnis zeige, dass verfassungsrechtliche und bundesgesetzliche Schutzrechte für gefährdete Studierende und ihre Fürsprecher*innen auch bei wechselnden politischen Mehrheiten Bestand hätten.
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