Deja Majors, eine schwarze trans Frau, hat Klage gegen die US-Kosmetikkette Ulta Beauty eingereicht. Sie war seit 2023 als Verkaufsmanagerin in einer Filiale in Canoga Park, Kalifornien, beschäftigt. Laut Klageschrift soll ihre Vorgesetzte, Filialleiterin Sylvia Bardelli, wiederholt rassistische und transfeindliche Bemerkungen gemacht haben.
Majors zufolge schloss Bardelli sie systematisch von Meetings mit anderen Managern aus und unterzog sie einer Kontrolle, der cisgender Kolleginnen und Kollegen in vergleichbaren Positionen nicht ausgesetzt waren. Im Februar erhielt Majors schriftliche Abmahnungen wegen angeblicher Leistungsmängel bei der Eventplanung und beim Erreichen von Kreditkartenzielen. Im März folgte eine Verwarnung mit Kündigungsandrohung; einen Tag später reichte Majors eine schriftliche Beschwerde gegen ihre Vorgesetzte ein. Nach einem genehmigten Urlaub wurde sie im Mai entlassen.
Die Klage stützt sich auf Kaliforniens Fair Employment and Housing Act und umfasst insgesamt 16 Anspruchspunkte. Majors fordert Nachzahlung von Gehalt, Erstattung von Anwaltskosten und Schadensersatz für die als unrechtmäßig bezeichnete Kündigung. Der Fall reiht sich ein in eine Serie arbeitsrechtlicher Klagen von trans Beschäftigten in den USA, die Vorgesetzten Diskriminierung und Vergeltung nach internen Beschwerden vorwerfen. Ulta Beauty äußerte sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen. Der Ausgang des Verfahrens könnte über den Einzelfall hinaus Signalwirkung für den Umgang mit trans Beschäftigten im US-Einzelhandel haben.
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