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Studie: Junge Frauen identifizieren sich deutlich häufiger als queer als gleichaltrige Männer

Studie: Junge Frauen identifizieren sich deutlich häufiger als queer als gleichaltrige Männer
Eine Langzeitstudie an US-Universitäten zeigt eine wachsende Kluft zwischen den Geschlechtern der Generation Z: Bei jungen Frauen steigt die queere Selbstidentifikation deutlich, bei jungen Männern bleibt sie nahezu konstant.

Eine neue Auswertung des Human Sexuality Research Lab zeigt: Bei der Generation Z klafft eine deutliche Lücke zwischen Frauen und Männern, wenn es um queere Identität geht. 2023 bezeichneten sich 28,5 Prozent der jungen Frauen als LGBTIQ+, bei den Männern waren es 10,6 Prozent, fast dreimal weniger.

Die Forschenden werteten über 15 Jahre Befragungsdaten von mehr als 10.000 Studierenden öffentlicher Universitäten im US-Bundesstaat New York aus, ergänzt um rund 700 aktuelle Antworten aus den Jahren 2024 und 2025. Bei Frauen verschieben sich die Werte über die Zeit deutlich: 2011 gaben 22 Prozent an, nicht ausschließlich von Männern angezogen zu sein, 2026 sind es fast 50 Prozent. Auch beim tatsächlichen Sexualverhalten wächst der Anteil nicht-ausschließlich männlicher Partner von 8 Prozent im Jahr 2021 auf 35 Prozent im Jahr 2026. Bei der Selbstidentifikation als nicht-heterosexuell steigt der Frauenanteil von 18 auf 44 Prozent.

Bei jungen Männern bleibt der Anteil nicht-ausschließlich heterosexueller Personen über den gleichen Zeitraum nahezu konstant, mit leichtem Rückgang von 14 auf etwa 13 Prozent. Die Studienautorinnen und -autoren deuten das als Hinweis darauf, dass Heterosexualität und Geschlecht sich bei jungen Frauen und Männern zunehmend unterschiedlich organisieren: Während sich bei Frauen die Grenzen sichtbar auflösen, bleibt Heterosexualität bei Männern stärker an Männlichkeit und sozialen Status gekoppelt.

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