Als „Bathroom Bill" werden vor allem in den USA Gesetzesvorlagen bezeichnet, die den Zugang zu geschlechtergetrennten Toiletten, Umkleiden oder anderen öffentlichen Einrichtungen an das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht binden, statt an die gelebte Geschlechtsidentität. Trans und nichtbinäre Menschen werden damit gezwungen, Einrichtungen zu nutzen, die nicht ihrer Identität entsprechen, oder ganz auf deren Nutzung zu verzichten.
Bekannt wurde der Begriff 2016 durch North Carolinas „House Bill 2", die bundesweit Boykottaufrufe von Unternehmen und Verbänden auslöste und nach wirtschaftlichem Druck teilweise wieder zurückgenommen wurde. Seither haben mehrere US-Bundesstaaten ähnliche Regelungen erlassen oder vorgeschlagen, oft im Kontext breiterer Gesetzespakete gegen trans Rechte in Schulen, Sport und Gesundheitsversorgung.
Kritiker:innen verweisen darauf, dass solche Gesetze keine dokumentierten Sicherheitsprobleme lösen, sondern vor allem die Sichtbarkeit und Teilhabe trans Menschen im öffentlichen Raum einschränken. Befürworter:innen argumentieren mit dem Schutz der Privatsphäre in geschlechtergetrennten Räumen – eine Begründung, die von Fachverbänden regelmäßig als empirisch unbelegt zurückgewiesen wird.