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Caster Semenya

Buchstabe C 48 Begriffe
Caster Semenya ist eine südafrikanische Mittelstreckenläuferin und zweifache Olympiasiegerin über 800 Meter, deren Karriere zum Auslöser einer bis heute andauernden Debatte über Geschlechtstests im Spitzensport wurde. Nach ihrem Sieg bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009 als Achtzehnjährige verlangte der Leichtathletik-Weltverband einen Geschlechtsverifizierungstest, der öffentlich bekannt wurde und weltweit Kritik auslöste. Semenya hat eine Variante der Geschlechtsentwicklung (Differences of Sex Development, DSD): Sie wurde bei der Geburt als weiblich eingeordnet, wuchs als Mädchen auf und identifiziert sich zeitlebens als Frau, verfügt körperlich jedoch über XY-Chromosomen und einen natürlich erhöhten Testosteronspiegel. Von 2010 bis 2015 musste sie testosteronsenkende Medikamente nehmen, um international starten zu dürfen; nach einer vorübergehenden Aussetzung der Regel führte der Weltverband 2019 einen Schwellenwert ein, der Athletinnen mit bestimmten DSD-Diagnosen erneut zur Hormonbehandlung zwingt, wenn sie über 400 Meter, 800 Meter oder 1.500 Meter starten wollen. Semenya focht die Regelung über Jahre vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS, dem Schweizer Bundesgericht und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an. Im Oktober 2025 erklärte ihr Anwalt, sie beende den siebenjährigen Rechtsstreit; die Regeln hatten ihre Karriere de facto beendet. Semenya ist heute als Trainerin tätig und gilt als zentrale Symbolfigur in der Debatte um Inklusion und Fairness im Frauensport.

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