Guydyke bezeichnet Männer, die sich stark zu lesbischen Frauen und zur lesbischen Community hingezogen fühlen – verbunden mit dem inneren Gefühl, selbst eher „lesbisch" als heterosexuell männlich zu sein, ohne dass sie deshalb ihre männliche Identität infrage stellen.
Der Begriff ist das männliche Gegenstück zu Girlfag und stammt aus derselben Online-Community, in der Menschen seit den 2000er Jahren nach Worten für ein Erleben suchten, das gängige Kategorien wie „heterosexuell" oder „schwul" nicht recht trafen. Guydykes beschreiben oft, sich in Fantasien oder beim Beobachten lesbischer Beziehungen eher auf der Seite der Frauen zu verorten als in einer klassisch männlichen Rolle.
Wie bei Girlfag handelt es sich um eine relativ junge, informelle Identitätsbezeichnung, die vor allem innerhalb queerer Online-Räume verbreitet ist und dort hilft, ein Gefühl zu benennen, für das es vorher keinen eigenen Begriff gab.