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Gynesexualität

Buchstabe G 80 Begriffe
Gynesexualität, auch Gynäkophilie genannt, bezeichnet sexuelle Anziehung zu Weiblichkeit – also zu typisch weiblich gelesenen Verhaltensweisen und körperlichen Merkmalen. Der Begriff macht dabei bewusst keine Aussage über die Geschlechtsidentität der angezogenen Person selbst. Das Gegenstück ist Androsexualität (auch Androphilie): Anziehung zu typisch männlich gelesenen Merkmalen und Verhaltensweisen. Zusammen bilden Gyne- und Androsexualität ein Vokabular, das sich von den klassischen Begriffen hetero- und homosexuell unterscheidet. Während Hetero- und Homosexualität die Geschlechtsidentität beider beteiligter Personen ins Verhältnis setzen, beschreiben Gyne- und Androsexualität nur die Anziehung selbst – unabhängig davon, wie die angezogene Person ihr eigenes Geschlecht definiert. Für manche Menschen ist diese Unterscheidung wichtig, etwa für nicht-binäre oder trans Personen, deren Anziehung sich nicht sauber in ein hetero- oder homosexuelles Raster einordnen lässt. Die Begriffe erlauben es, über Anziehung zu sprechen, ohne die eigene oder die fremde Geschlechtsidentität vorauszusetzen oder zu kategorisieren.

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