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Lesbian Pulp Fiction

Buchstabe L 42 Begriffe

Lesbian Pulp Fiction bezeichnet billige Taschenbuchromane mit lesbischen Themen, die in den USA vor allem zwischen 1950 und 1965 erschienen und an Kiosken und in Drogerien verkauft wurden. Zwischen 1950 und 1969 kamen Hunderte Titel heraus. Für isolierte lesbische Leserinnen waren sie oft die einzige verfügbare Darstellung ihres Lebens. Ein solches Buch zu kaufen, kam in der McCarthy-Zeit fast einem Coming-out gleich.

Als erstes lesbisches Taschenbuch gilt „Women’s Barracks“ von Tereska Torrès (1950), das sich rund vier Millionen Mal verkaufte und 1952 Gegenstand von Zensuranhörungen im US-Repräsentantenhaus wurde. „Spring Fire“ von Marijane Meaker unter dem Namen Vin Packer (1952) war der erste Roman, der sich auf eine lesbische Liebesgeschichte konzentrierte. Ann Bannon schrieb zwischen 1957 und 1962 die Beebo-Brinker-Reihe. Patricia Highsmith veröffentlichte „The Price of Salt“ 1952 gebunden und 1953 als Taschenbuch unter dem Namen Claire Morgan.

Wegen der Zensur mussten frühe Romane meist unglücklich enden: Die Figuren starben, wurden wahnsinnig oder heterosexuell. Später wurden viele Titel von Verlagen wie Naiad und Cleis neu aufgelegt. Highsmiths Roman wurde 2015 als „Carol“ verfilmt.

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