Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840–1893) war ein russischer Komponist, dessen Werke wie „Schwanensee“ und der „Nussknacker“ bis heute zum Kernrepertoire der klassischen Musik zählen. Historiker*innen gehen heute überwiegend davon aus, dass Tschaikowski homosexuell war; im Russland des 19. Jahrhunderts musste er seine Anziehung zu Männern verbergen, was zeitlebens zu erheblichem psychischem Druck führte. Seine kurze Ehe mit einer Frau scheiterte rasch. Tschaikowskis Biografie wird oft als Beispiel dafür angeführt, wie sich gesellschaftliche Repression auf das Leben queerer Menschen im 19. Jahrhundert auswirkte.