Bishop Rainey Cheeks gründete 1985 die HIV-Hilfsorganisation Us Helping Us und später eine LGBTQ+-offene Gemeinde in Washington. Er starb am 11. August im Alter von 74 Jahren.
Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Bishop Kwabena Albert „Rainey“ Cheeks ist am 11. August im Georgetown University Hospital in Washington gestorben. Der 74-Jährige zählte zu den prägenden Figuren der Schwarzen LGBTQ+-Community in der US-Hauptstadt und verband über Jahrzehnte HIV-Arbeit mit spiritueller Seelsorge.
Auf dem Höhepunkt der Aids-Krise, 1985, gründete Cheeks die Organisation Us Helping Us, People Into Living, die bis heute HIV-Prävention, Beratung und Unterstützung vor allem für Schwarze schwule Männer anbietet. Sein Ansatz stellte nach eigenen Worten „Liebe, Selbstbestimmung der Community und den Glauben, dass unsere Leute ein gesundes, ganzes und würdevolles Leben verdienen“ in den Mittelpunkt. 1993 gründete er zusätzlich Inner Light Ministries, eine LGBTQ+-offene Gemeinde, der er bis zu seinem Ruhestand 2018 als leitender Pastor vorstand.
Vor seiner kirchlichen Laufbahn betrieb Cheeks von 1975 bis 1990 gemeinsam mit anderen den Nachtclub The Clubhouse im Stadtteil Petworth, einen wichtigen Treffpunkt der Schwarzen queeren Szene Washingtons. Als Großmeister im Taekwondo aktiv, wurde er 2002 zudem in die International Hall of Fame dieser Sportart aufgenommen. Nach seiner Ordination 1982 erwarb er später eine Ehrendoktorwürde des St. Andrews Theological Seminary und bildete sich in Trauerbegleitung sowie interreligiöser Bildung weiter.
Als „unermüdlichen Fürsprecher der LGBT-Community“ würdigten ihn Weggefährt*innen, dessen Verständnis von Spiritualität als offen für alle Menschen galt. Eine Gedenkfeier ist für den 29. August in der First Congregational Church in Washington angesetzt.
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