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Australien will sich bei schwulen und bisexuellen Veteranen entschuldigen

International

Australien kündigt eine offizielle Entschuldigung für die jahrzehntelange Diskriminierung homosexueller Soldaten an. Militärakten sollen ergänzt werden, über eine Entschädigung ist noch nichts entschieden.

Australien will sich bei schwulen und bisexuellen Veteranen entschuldigen

Bild: KI-generiert · Illustration

Die australische Regierung will sich offiziell bei homosexuellen und bisexuellen Angehörigen der Streitkräfte entschuldigen. Das berichtet Schwulissimo am 28. September 2026. Damit reagiert Canberra auf die Diskriminierung, der queere Soldatinnen und Soldaten über Jahrzehnte ausgesetzt waren. Erst 1992 wurde das formale Verbot für offen homosexuelle Militärangehörige aufgehoben.

Vorgesehen sind neben der Entschuldigung mehrere praktische Schritte: Die Militärakten Betroffener sollen ergänzt werden, ihr Dienst soll offiziell anerkannt werden, und es soll die Möglichkeit geben, Bescheinigungen über ehrenhaften Dienst auszustellen.

Über Jahrzehnte waren Betroffene Ermittlungen, Entlassungen und Verwaltungsverfahren ausgesetzt. Viele wurden dabei nie strafrechtlich verurteilt, sondern administrativ aus dem Dienst entfernt. „Diese Unterscheidung ist wichtig. Einige wurden verurteilt, andere entlassen“, sagt David Gibson. Rodney Croome erinnert daran, dass homosexuelle Veteranen „ihre Arbeit, ihr Einkommen und manchmal ihr Zuhause“ verloren.

Offen bleibt, ob es Geld geben wird. Eine finanzielle Entschädigung ist nach den bisher bekannten Angaben nicht zugesagt. Andere Staaten sind hier weiter: Kanada und Großbritannien haben bereits Entschädigungsprogramme für queere Veteranen eingerichtet. Ob Australien diesem Beispiel folgt, ist derzeit nicht absehbar.

Die geplanten Ergänzungen der Akten und die Ehrenbescheinigungen sollen den Dienst der Betroffenen sichtbar machen, der ihnen so lange abgesprochen wurde. Für viele kommt diese Anerkennung spät, denn das Verbot liegt mehr als drei Jahrzehnte zurück.

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