Rund 30 prominente Persönlichkeiten aus Afrika und der Diaspora haben einen offenen Brief an die senegalesische Regierung verfasst, in dem sie die Aussetzung des strengen Anti-Homosexuellen-Gesetzes fordern. Die Unterzeichner betonen die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens und die Bedeutung von Menschenrechten für alle Bürger. Der Brief hat international Aufmerksamkeit erregt und wird als wichtiger Schritt im Kampf für die Rechte von LGBTIQ+-Personen in Afrika angesehen.
Verwandte Artikel
Indonesien erklärt LGBTIQ+-Community per Dekret zur Bedrohung
Ein Präsidialdekret stuft LGBTIQ+-Menschen in Indonesien offiziell als Bedrohung für die nationale Sicherheit ein. Seither berichten Menschenrechtsorganisationen von organisierter Gewalt, Erpressung durch selbsternannte Milizen und Polizeirazzien gegen queere Menschen im ganzen Land.
Senegal: 28 wegen Homosexualität Angeklagte freigelassen – Staatsanwaltschaft legt Berufung ein
Ein Gericht in Senegal hat 28 von 99 wegen homosexueller Handlungen angeklagten Männern die Anklage fallengelassen. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein, die übrigen 71 bleiben angeklagt – seit April 2026 drohen in Senegal bis zu zehn Jahre Haft.
Uganda lässt Anklage gegen Frauen nach Kuss-Vorwurf fallen
In Uganda sind Ermittlungen gegen zwei Frauen eingestellt worden, denen ein öffentlicher Kuss und eine gleichgeschlechtliche Zusammenkunft vorgeworfen wurden. Ihnen drohte nach dem verschärften Anti-Homosexuellen-Gesetz eine Haftstrafe von bis zu zwanzig Jahren.