Marlow Moss, eine bedeutende, aber lange übersehene Figur der europäischen abstrakten Kunst, erhält im Georg Kolbe Museum in Berlin eine umfassende Retrospektive. Unter dem Titel 'Räume schaffen' wird die erste große Ausstellung der britischen Konstruktivistin präsentiert. Moss, die von 1889 bis 1958 lebte, war eine Pionierin der modernen Kunst und offen queer. Ihre Arbeiten sind geprägt von geometrischen Formen und einer klaren, strukturierten Ästhetik. Die Ausstellung beleuchtet nicht nur ihre künstlerische Entwicklung, sondern auch ihren Einfluss auf die europäische Kunstszene. Besonders hervorgehoben wird ihre Rolle als queere Künstlerin in einer Zeit, in der Homosexualität noch stark stigmatisiert war. Die Schau bietet einen faszinierenden Einblick in das Werk und Leben einer außergewöhnlichen Persönlichkeit.
Verwandte Artikel
Bundesfamilienministerin Prien streicht Förderung für queeres Jugendnetzwerk Lambda
Nach über drei Jahrzehnten staatlicher Unterstützung verliert das bundesweit einzige spezialisierte Jugendnetzwerk für queere junge Menschen seine Finanzierung – dem Verein droht das Aus.
Correctiv-Recherche: AfD setzt KI-Tool für queerfeindliche Propaganda ein
Eine verdeckte Recherche zeigt, wie die AfD mit der internen Plattform „Alternita" automatisiert Kampagnenmaterial erstellt – darunter Warnungen vor einer „Regenbogendiktatur".
Schwerbehindert und queer: Rund 858.000 Menschen doppelt benachteiligt
Hochrechnungen auf Basis aktueller Statistiken zeigen: Hunderttausende LGBTIQ+-Menschen in Deutschland leben mit einer Schwerbehinderung. Fachverbände warnen vor Mehrfachdiskriminierung, besonders in der Pflege.