Marlow Moss, eine bedeutende, aber lange übersehene Figur der europäischen abstrakten Kunst, erhält im Georg Kolbe Museum in Berlin eine umfassende Retrospektive. Unter dem Titel 'Räume schaffen' wird die erste große Ausstellung der britischen Konstruktivistin präsentiert. Moss, die von 1889 bis 1958 lebte, war eine Pionierin der modernen Kunst und offen queer. Ihre Arbeiten sind geprägt von geometrischen Formen und einer klaren, strukturierten Ästhetik. Die Ausstellung beleuchtet nicht nur ihre künstlerische Entwicklung, sondern auch ihren Einfluss auf die europäische Kunstszene. Besonders hervorgehoben wird ihre Rolle als queere Künstlerin in einer Zeit, in der Homosexualität noch stark stigmatisiert war. Die Schau bietet einen faszinierenden Einblick in das Werk und Leben einer außergewöhnlichen Persönlichkeit.
Verwandte Artikel
Betroffene prägen die Schau - Bundeskunsthalle zeigt Sexarbeit erstmals selbst kuratiert
Die Bundeskunsthalle Bonn präsentiert eine Ausstellung über Sexarbeit, kuratiert von Betroffenen.
Tag des Grundgesetzes: LSVD+ fordert verfassungsrechtlichen Schutz queerer Menschen
Der LSVD+ fordert eine Reform von Artikel 3 des Grundgesetzes zum Schutz queerer Menschen.
Neue Inszenierung - Harvey-Milk-Oper feiert umjubelte Premiere in Hildesheim
Die Oper 'Harvey Milk Reimagined' feierte in Hildesheim eine umjubelte Premiere und bringt queere Geschichte auf die Bühne.