Arkansas zahlt der 2023 entlassenen Bibliothekarin Patty Hector 275.000 Dollar Schadenersatz. Sie hatte sich gegen die Entfernung von Büchern mit LGBTIQ+-Figuren aus Kinderabteilungen gewehrt.
Bild: KI-generiert · Illustration
Der Saline County in Arkansas zahlt der früheren Bibliothekarin Patty Hector 275.000 Dollar Schadenersatz – 225.000 Dollar an Hector selbst, weitere 50.000 Dollar für Anwaltskosten. Die Einigung beendet einen Rechtsstreit, den die American Civil Liberties Union of Arkansas in ihrem Namen geführt hatte.
Hector war 2023 entlassen worden, nachdem sie sich öffentlich gegen eine county-eigene Verordnung ausgesprochen hatte. Diese verlangte, Bücher mit „sexuellen Inhalten oder Abbildungen" aus den Kinderabteilungen der Bibliotheken zu entfernen – in der Praxis traf das überproportional Titel mit LGBTIQ+-Figuren. Bei einer öffentlichen Anhörung hatte Hector argumentiert, ein Buch dürfe nicht allein deshalb als ungeeignet gelten, weil queere Menschen darin vorkommen.
Die ACLU sah in der Kündigung eine Vergeltung für eine geschützte Meinungsäußerung und einen Verstoß gegen professionelle Standards der Bibliotheksarbeit. County-Richter Matt Brumley hatte Hectors Haltung öffentlich kritisiert; sie selbst blieb dabei: „Schwul oder trans zu sein ist nicht illegal", sagte sie – Bibliotheken müssten allen in der Gemeinde dienen, nicht politischem Druck folgen.
Zu den Kosten ihrer Haltung sagte Hector: „Für die Freiheit zu lesen einzustehen hat mich einen Job und eine Karriere gekostet, die ich liebte. Aber ich habe nie geglaubt, dass Schweigen die Antwort ist."
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