Der Demokrat Everton Blair hat die Stichwahl um den Kongresssitz von Georgias 13. Distrikt gewonnen und zieht als erster offen schwuler Schwarzer Abgeordneter aus einem Südstaat in den US-Kongress ein. Er setzte sich gegen Marcye Scott durch, die Tochter des verstorbenen Amtsinhabers.
Bild: KI-generiert · Illustration
Der Demokrat Everton Blair hat am 25. August 2026 die Stichwahl um den freien Sitz im US-Repräsentantenhaus für Georgias 13. Kongresswahlbezirk gewonnen. Er setzte sich mit 53 zu 47 Prozent gegen Marcye Scott durch, die Tochter des verstorbenen Amtsinhabers David Scott, und holte dabei im bevölkerungsreichen Gwinnett County rund 70 Prozent der Stimmen.
Blair ist damit der erste offen schwule und zugleich erste Schwarze schwule Mann, der einen Südstaat im US-Kongress vertritt. Vor seiner politischen Laufbahn arbeitete er als Mathematiklehrer an einer High School, 2018 wurde er in den Schulvorstand des Gwinnett County gewählt und übernahm später dessen Vorsitz.
Der Sitz war frei geworden, nachdem der langjährige Amtsinhaber David Scott verstorben war. In der allgemeinen Sonderwahl am 28. Juli lag Marcye Scott mit 47 Prozent zunächst vorn, Blair folgte mit 37 Prozent auf Platz zwei – die Stichwahl entschied er klar für sich.
Unterstützung erhielt Blair unter anderem von der Kongressabgeordneten Lucy McBath, von der auf Bernie Sanders zurückgehenden Organisation Our Revolution sowie vom LGBTQ+ Victory Fund. Die Human Rights Campaign würdigte seinen Wahlsieg als Zeugnis von Ausdauer und Führungsstärke, nachdem Blair bei der ersten Runde noch zurückgelegen hatte. Georgias 13. Distrikt umfasst Teile des Großraums Atlanta und gilt als sicherer demokratischer Sitz – David Scott hatte ihn über zwei Jahrzehnte gehalten, bevor sein Tod die Sonderwahl auslöste.
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