Beim Regenbogenempfang im Hessischen Landtag sicherte Vizepräsidentin Martina Feldmayer der queeren Community fortgesetzte Unterstützung zu. Ehrengast war Ex-Fußballprofi Marcus Urban, der über Homosexualität im Profifußball sprach.
Bild: KI-generiert · Illustration
Rund 160 Gäste sind am Freitagabend zu einem Regenbogenempfang im Musiksaal des Hessischen Landtags in Wiesbaden zusammengekommen. Vizepräsidentin Martina Feldmayer (Grüne) vertrat dabei Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) und sicherte der queeren Community die fortgesetzte Unterstützung des Parlaments zu: „Die klare Mehrheit des Hessischen Landtags sieht eure Anliegen und steht fest an der Seite der LGBTIQ+-Community – heute mehr denn je.“
Ehrengast des Abends war der frühere Fußballprofi Marcus Urban, der sich 2007 öffentlich als schwul geoutet hatte und heute als Coach für Führung und Diversität arbeitet. Im Mittelpunkt seines Beitrags stand der Umgang mit Homosexualität im Profifußball. Urban sagte, sexuelle Orientierung sei „kein Leistungsparameter“; ein selbstbestimmtes, offenes und authentisches Leben ohne Verstecken sei Voraussetzung für persönliches Glück und Erfolg. Als Lohn eines Coming-outs nannte er „Freiheit, Leichtigkeit und mehr Selbstbestimmung“.
Bislang hat sich kein aktiver Spieler der Fußball-Bundesliga oder der Nationalmannschaft öffentlich als homosexuell geoutet – ein Umstand, der beim Empfang mehrfach angesprochen wurde. Der Regenbogenempfang findet regelmäßig statt und gilt als eine der sichtbareren Gesten des hessischen Landtags gegenüber der queeren Community im Bundesland. Wallmanns Vertretung durch Feldmayer sowie die parteiübergreifende Zusammensetzung der anwesenden Fraktionen unterstrichen dabei den Anspruch, die Unterstützung nicht auf einzelne Parteien zu beschränken. Dass mit Urban ausgerechnet ein Ex-Profi und nicht ein aktiver Spieler im Mittelpunkt stand, machte dabei noch einmal deutlich, wie weit der Fußball selbst von einem offenen Coming-out im aktiven Betrieb entfernt ist.
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