Erstmals hat die Küstenstadt Rehoboth Beach im US-Bundesstaat Delaware mit Susan Stewart eine offen homosexuelle Bürgermeisterin gewählt. Stewart, bisher Mitglied der Stadtkommission, setzte sich am 8. August 2026 in einem Vierkampf mit 61 Prozent der Stimmen gegen ihre Kommissionskolleg:innen Craig Thier und Suzanne Goode sowie die Neueinsteigerin Jake Raak durch. Zugleich ist sie die erste Frau seit Jahrzehnten im Bürgermeisteramt der Stadt.
Stewart stammt ursprünglich aus Bucks County in Pennsylvania, arbeitete zunächst als Anwältin und wechselte später in die Finanzbranche. 2013 kaufte sie ein Ferienhaus in Rehoboth Beach, während der Corona-Pandemie zog sie dauerhaft dorthin. Vor ihrer Kandidatur saß sie in der städtischen Planungskommission und in mehreren Arbeitsgruppen zu Bebauung und Stadtentwicklung.
Im Wahlkampf setzte sie auf den Erhalt des Charakters der Stadt: historische Architektur, öffentliche Freiflächen und der Strand selbst seien es, was Rehoboth Beach ausmache. Zentral war dabei die Balance zwischen Tourismuseinnahmen, die mehr als 60 Prozent der städtischen Einnahmen ausmachen, und dem Erhalt der kleinstädtischen Lebensqualität.
Ihren Wahlsieg führte Stewart auch auf starke Unterstützung aus der queeren Community zurück, die sich besonders in sozialen Netzwerken zeigte. Seit Jahrzehnten gilt Rehoboth Beach als eines der bekanntesten LGBTIQ+-freundlichen Urlaubsziele an der US-Ostküste – das verleiht ihrer Wahl über die Kommunalpolitik hinaus Symbolkraft. Ihre Vereidigung ist für den 18. September 2026 angesetzt.
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