Bildungsministerin Linda McMahon hat die Auslegung von Title IX aus der Biden-Zeit aufgehoben. Sie hatte queere, schwangere und elternde Studierende vor Diskriminierung geschützt.
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Das US-Bildungsministerium hat am 28. September 2026 die Title-IX-Regeln der Biden-Regierung zurückgenommen. Deren Auslegung hatte den Diskriminierungsschutz an Schulen und Hochschulen ausdrücklich auf LGBTQ-Studierende, Schwangere und studierende Eltern erstreckt. Bildungsministerin Linda McMahon erklärte, die veröffentlichten Vorschriften spiegelten nun „Gerichtsurteile und den Willen des Kongresses“ wider.
Wieder in Kraft ist die Verfahrensregel der ersten Trump-Regierung von 2020 zum Umgang mit sexueller Gewalt. Sie definiert sexualisierte Belästigung enger, begrenzt Untersuchungen auf Vorfälle auf dem Campus und verlangt einen höheren Beweisstandard („klare und überzeugende Beweise“ statt überwiegender Wahrscheinlichkeit). Außerdem schreibt sie gerichtsähnliche Anhörungen mit Kreuzverhör vor.
Bürgerrechtsorganisationen kritisieren den Schritt scharf. Das National Women’s Law Center sagte, der Schutz trans Studierender werde „rechtswidrig ausgehöhlt“. Lambda Legal sprach von einer „gefährlichen, juristisch nicht tragfähigen und zutiefst grausamen Zweckentfremdung“ von Title IX. Die Human Rights Campaign warnte, die Stimmen Überlebender würden „unterdrückt“. Die LGBTQ-Organisation National LGBTQ Task Force erklärte, der Schritt schwäche den Schutz von Frauen und Mädchen insgesamt.
Title IX ist das US-Bundesgesetz von 1972, das Diskriminierung aufgrund des Geschlechts in Bildungseinrichtungen verbietet, die Bundesmittel erhalten.
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