Erik Shoji verlässt die BR Volleys 2014 als aufstrebender Nachwuchsspieler – und kehrt nun als einer der besten Liberi der Welt zurück. In den zehn Jahren dazwischen hat sich der heute 36-jährige US-Amerikaner in Europas Spitzenklasse etabliert: 2022 gewann er mit ZAKSA Kędzierzyn-Koźle die polnische Meisterschaft, 2022 und 2023 jeweils die Champions League. Mit der US-Nationalmannschaft stand er bei drei Olympischen Spielen auf dem Feld und holte 2016 sowie 2024 Bronze.
Die Vereinsführung der Berliner zeigte sich sichtlich erfreut über die Rückkehr. Shojis sportliche Entwicklung sei beeindruckend, seine konstante Klasse und seine Führungsqualitäten auf emotionaler Ebene würden dem Team sowohl Stabilität als auch neue Energie verleihen, hieß es aus dem Verein.
Vergangenes Jahr sorgte Shoji über den Sport hinaus für Aufsehen, als er sich in einem vielbeachteten Video öffentlich als queer zu erkennen gab. Damit zählt er zu den wenigen offen queeren Profisportlern seiner Disziplin und ist mittlerweile auch abseits des Feldes präsent: 1,3 Millionen Menschen folgen ihm auf TikTok, weitere 320.000 auf Instagram und 190.000 auf YouTube.
Für Berlin ist die Verpflichtung auch sportlich ein Statement: Mit Blick auf die Olympischen Spiele in den USA will sich Shoji in der Bundesliga für einen Kaderplatz empfehlen – in der Halle, in der seine internationale Karriere einst begann.
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