Der offen schwule US-Hürdenläufer Trey Cunningham unterbot in Rom einen 27 Jahre alten Rekord und positioniert sich mit einer starken Saison als Kandidat für die Olympischen Spiele 2028.
Bild: KI-generiert · Illustration
Trey Cunningham ist derzeit einer der auffälligsten Namen im Hürdensprint. Der 28-jährige Amerikaner aus Alabama tritt über 110 Meter Hürden an und arbeitet daneben als Model für Adidas - eine Kombination, die ihm auch abseits der Bahn Aufmerksamkeit verschafft.
Die laufende Saison war für ihn die bislang erfolgreichste. Im Juni lief er in Rom 110 Meter Hürden in 12,98 Sekunden und unterbot damit einen 27 Jahre alten Rekord. Im Winter holte er zudem Silber bei der Hallen-Weltmeisterschaft, beim neu eingeführten Wettbewerb "Ultimate Championship" in Budapest wurde er Vierter - gegen ein Feld aus amtierenden Olympiasiegern und Weltmeistern.
2024 hatte sich Cunningham öffentlich als schwul geoutet. Seither spricht er offen über Authentizität und darüber, dass Sichtbarkeit im Spitzensport keine Karrierebremse sein muss. Aufgewachsen in einer Kleinstadt in Alabama, zeigt er sich heute sowohl im Sport als auch als Model bewusst öffentlich - im Sommer etwa wurde er bei einer Europatour gemeinsam mit dem britischen Wasserspringer Tom Daley fotografiert.
Mit seinen Bestzeiten und konstanten Ergebnissen bringt sich Cunningham als möglicher Kandidat für das US-Team bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles in Position. Bis dahin bleiben ihm zwei weitere Saisons, um seine Form zu bestätigen - der 27 Jahre alte Rekord, den er in Rom unterboten hat, zeigt, wie selten Zeiten wie seine bislang über diese Distanz gelaufen wurden.
Verwandte Artikel
DFB sperrt Ex-Zweitligatrainer Härtel wegen diskriminierenden Verhaltens
Das DFB-Sportgericht verhängt gegen Jens Härtel ein zwölfwöchiges Funktionsverbot, vier Wochen davon zur Bewährung. Dazu kommt ein Deeskalationstraining.
Homophobe Beleidigungen gegen Héctor Bellerín: Spaniens Staatsanwaltschaft ermittelt
Ein Fußball-YouTuber hatte Betis-Verteidiger Héctor Bellerín als „verdeckten Schwulen“ beschimpft. Die Provinzstaatsanwaltschaft Madrid prüft nun, ob die Äußerungen strafbar sind.
Bundesrichterin weist Klage von Riley Gaines gegen die NCAA ab
Eine US-Bundesrichterin hat die Title-IX-Klage von Riley Gaines und weiteren Sportlerinnen gegen die NCAA abgewiesen. Die Hochschulsport-Organisation erhalte kein Bundesgeld, sagte sie. Gaines kündigt Berufung an.