Rui Takahashi von den Suntory Sunbirds Osaka ist der erste japanische Volleyball-Profi, der sich öffentlich als schwul bekennt. Er will anderen Mut machen.
Bild: KI-generiert · Illustration
Der japanische Volleyballspieler Rui Takahashi hat sich als schwul geoutet. Der 26-Jährige spielt für die Suntory Sunbirds Osaka in der SV.League, der höchsten Profiliga des Landes. Er machte es am Dienstag in den sozialen Medien öffentlich, mit einem Schwarz-Weiß-Foto. Nach Angaben von queer.de ist er der erste japanische Volleyball-Profi, der das tut.
„Ich habe mit mir gerungen und am Ende geleugnet, wer ich bin“, schrieb er. „Nämlich dass ich schwul bin und zu den sexuellen Minderheiten gehöre.“ Er wolle andere queere Sportlerinnen und Sportler ermutigen, sich ebenfalls zu zeigen, und Menschen unterstützen, die mit ihrer sexuellen Orientierung kämpfen.
Geholfen hat ihm nach eigener Darstellung sein jüngerer Bruder Ran, ein bekannter Spieler der Nationalmannschaft. Gespräche mit ihm hätten ihm geholfen, sich selbst anzunehmen.
In Japans Profisport leben nur sehr wenige Menschen offen queer. Als Vorreiterinnen gelten die Fußballerin Shiho Shimoyamada, die sich 2019 outete, und die trans Fußballerin Kumi Yokoyama, die 2021 ihre Identität öffentlich machte.
Takahashis Schritt ist auch deshalb bemerkenswert, weil er ihn als aktiver Spieler in der Spitzenliga geht und nicht erst nach dem Karriereende. Dass sein Bruder Ran in der Nationalmannschaft spielt und selbst bekannt ist, dürfte die Aufmerksamkeit zusätzlich erhöhen. Wie Verein und Liga reagieren, war bei Redaktionsschluss nicht bekannt.
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