Der Rugbyclub Leeds Hunters will 2028 den Bingham Cup ausrichten, das größte inklusive Amateur-Rugby-Turnier der Welt. Mitbewerber sind unter anderem Dublin, Vancouver und Orlando.
Die Stadt Leeds bewirbt sich offiziell um die Ausrichtung des Bingham Cup 2028, des weltweit größten Rugby-Turniers für LGBTQ+- und andere inklusive Amateur-Teams. Getragen wird die Bewerbung vom Verein Leeds Hunters, unterstützt vom Stadtrat, der University of Leeds, der Leeds Rhinos Foundation und dem Verein Leeds Tykes.
Die Spiele sollen auf der Anlage von West Park Leeds RUFC ausgetragen werden, das Finale im Headingley Stadium. Konkurrenz kommt aus Dublin, Vancouver, Orlando, Perth und Querétaro. Welche Stadt den Zuschlag erhält, soll in den kommenden Monaten entschieden werden.
Der Bingham Cup wird alle zwei Jahre von International Gay Rugby organisiert und zieht bis zu 4.000 Spielerinnen und Spieler aus aller Welt an, parallel dazu findet der Amanda-Mark-Cup für Frauenteams statt. Benannt ist das Turnier nach Mark Bingham, einem schwulen amerikanischen Rugbyspieler, der bei den Anschlägen vom 11. September 2001 ums Leben kam. Erstmals ausgetragen wurde es 2002 in San Francisco.
Chris Languedoc, Spieler bei den Leeds Hunters, beschreibt, was der Verein für ihn bedeutet: „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich einmal so fühlen würde – Teil eines Clubs zu sein, der einen so akzeptiert, wie man ist. Man kann einfach man selbst sein.“ Für Leeds wäre der Zuschlag ein Signal weit über den Sport hinaus: ein sichtbares Bekenntnis zu einer Szene, die in vielen Ländern noch um Anerkennung kämpft.
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