AroAce ist ein zusammengesetzter Begriff aus „aromantisch“ und „asexuell“ (englisch „ace“) und bezeichnet Menschen, die sich auf beiden Spektren gleichzeitig verorten: wenig bis keine romantische und wenig bis keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Der Begriff nutzt das sogenannte Split-Attraction-Modell, das romantische und sexuelle Anziehung als zwei getrennte Dimensionen begreift, die bei manchen Menschen zusammenfallen und bei anderen auseinanderklaffen. AroAce ist dabei kein starrer Punkt, sondern ein Spektrum: Manche aroace Personen erleben gar keine Anziehung dieser Art, andere gelegentlich oder unter bestimmten Bedingungen, etwa erst nach enger emotionaler Bindung. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Formen von Nähe, die aroace Menschen sehr wohl empfinden können, etwa platonische, sinnliche oder sogenannte alterous Anziehung, für die es im Deutschen bislang keine etablierte Übersetzung gibt. Der Begriff hat sich vor allem in Online-Communitys als Selbstbezeichnung etabliert und wird zunehmend auch außerhalb englischsprachiger Räume verwendet, weil er eine eigene Identität jenseits von Aromantik oder Asexualität als jeweils isolierten Kategorien sichtbar macht.