Zum Inhalt springen
Prides Locations Reisen Partys Filme News
Gay-Infos.de

Binnen-I

Buchstabe B 63 Begriffe

Das Binnen-I ist ein großes „I“ im Wortinneren, das im Deutschen als Mittel der geschlechtergerechten Schreibung dient, etwa in „LehrerInnen“. Es fasst die verkürzte Paarform „Lehrer/-innen“ ohne Schrägstrich zu einem Wort zusammen und soll das generische Maskulinum vermeiden. Gesprochen wird es meist als Beidnennung („Lehrer und Lehrerinnen“) oder mit einer kurzen Pause, der „Gender-Pause“.

Die Schreibweise entstand 1981. Der Journalist Christoph Busch beansprucht die Erstverwendung für sich: In seinem Buch über Freie Radios schrieb er „HörerInnen“. Zuvor waren Klammern („Schüler(innen)“), der Schrägstrich mit Ergänzungsstrich und der einfache Schrägstrich üblich. Die Feministische Linguistik hatte seit den späten 1970er Jahren Vorschläge für geschlechtergerechte Sprache entwickelt. Die Bestimmung der UN-Frauenrechtskonvention von 1979 gab dieser Entwicklung zusätzlichen Auftrieb.

Das Binnen-I gehört nicht zur amtlichen Rechtschreibung, wird von ihr aber auch nicht abgelehnt. Der Rechtschreibduden führte es 2020 als Möglichkeit des geschlechtergerechten Sprachgebrauchs auf. Die Gesellschaft für deutsche Sprache hält es dagegen nicht für ein geeignetes Mittel diskriminierungsfreier Sprache. Unpassend ist es, wenn keine zwei einzeln lesbaren Formen entstehen, etwa bei „ÄrztIn“, wo „Arzt“ fehlt.

Im Glossar blättern

← Zurück zum Glossar