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Endosexismus

Buchstabe E 25 Begriffe

Endosexismus bezeichnet die strukturelle Bevorzugung dyadischer, also nicht intergeschlechtlicher Menschen, und die damit einhergehende Benachteiligung intergeschlechtlicher Personen. Der Begriff überträgt die Logik von Cissexismus – der Bevorzugung cisgeschlechtlicher gegenüber trans Personen – auf die Kategorie endo/inter.

Sichtbar wird Endosexismus etwa bei medizinisch nicht notwendigen, oft frühkindlichen Operationen an intergeschlechtlichen Körpern ohne Einwilligung der Betroffenen, beim Ausschluss intergeschlechtlicher Sportler*innen aus Wettkämpfen oder schlicht dadurch, dass Formulare, Gesetze und Alltagssprache von nur zwei eindeutigen Geschlechtern ausgehen und intergeschlechtliche Lebensrealitäten dabei unsichtbar machen.

Der Begriff ist noch nicht durchgängig etabliert, wird aber zunehmend von intergeschlechtlichen Selbstvertretungsorganisationen genutzt, um strukturelle Diskriminierung präziser zu benennen als mit dem allgemeineren Begriff Interfeindlichkeit.

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