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Gender Recognition Act

Buchstabe G 80 Begriffe
Der Gender Recognition Act ist ein britisches Gesetz aus dem Jahr 2004, das erwachsenen trans Personen erstmals die rechtliche Anerkennung ihres gelebten Geschlechts ermöglichte. Es entstand als direkte Reaktion auf zwei Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom Juli 2002 (Goodwin gegen Vereinigtes Königreich und I. gegen Vereinigtes Königreich), die feststellten, dass Großbritannien mit der bisherigen Nichtanerkennung gegen die Rechte auf Privatleben und Eheschließung verstieß. Das Gesetz führte das Gender Recognition Certificate ein: Wer es erhält, kann eine neue Geburtsurkunde mit dem anerkannten Geschlecht beantragen und wird auch in anderen rechtlichen Zusammenhängen, etwa bei der Ehe, entsprechend behandelt. Vor 2004 konnten trans Personen in Großbritannien zwar bestimmte Dokumente wie Führerschein oder Reisepass auf ihren neuen Namen ändern lassen, blieben rechtlich aber im ursprünglich zugewiesenen Geschlecht erfasst. Königliche Zustimmung erhielt das Gesetz am 1. Juli 2004, in Kraft trat es am 4. April 2005. Es gilt bis heute als einer der zentralen rechtlichen Meilensteine für trans Rechte in Großbritannien, auch wenn spätere Debatten um seine Reform – etwa zur Vereinfachung des Antragsverfahrens – bis in die Gegenwart anhalten.

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