Genderfaun bezeichnet eine Spielart geschlechtlicher Fluidität, bei der die eigene Geschlechtsidentität zwischen mehreren Geschlechtern wechselt, dabei aber nie eine binäre weibliche oder feminine Identität einschließt. Menschen, die sich als genderfaun beschreiben, können sich im Laufe der Zeit etwa als männlich, nichtbinär, neutral, agender oder mit einem Xenogender identifizieren, ausgeschlossen bleibt allein das explizit Weibliche oder Feminine.
Der Begriff gilt als Unterkategorie von Genderfluid und wurde am 1. Juni 2017 von einer Person unter dem Pseudonym Shadowofthedude auf der Plattform DeviantArt geprägt; am selben Tag entstand auch eine zugehörige Flagge. Das Gegenstück zu Genderfaun ist Genderfae, bei dem umgekehrt männliche und maskuline Identitäten ausgeschlossen bleiben; als neutrale Variante zwischen beiden gilt Genderflor.
Wie viele Mikro-Label aus dem nichtbinären Spektrum entstand der Begriff in Online-Communitys, um Erfahrungen präziser zu benennen, als es breitere Begriffe wie Genderfluid erlauben. Er wird vor allem von jüngeren, internetaffinen Menschen verwendet und ist außerhalb englischsprachiger Online-Räume bislang wenig verbreitet.