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Gesichtsfeminisierung

Buchstabe G 80 Begriffe

Gesichtsfeminisierung, oft mit der englischen Abkürzung FFS (Facial Feminization Surgery) bezeichnet, umfasst chirurgische Verfahren, die männlich geprägte Gesichtsmerkmale so verändern, dass ein als weiblich wahrgenommenes Erscheinungsbild entsteht. Der Eingriff wird nahezu ausschließlich bei Menschen mit Geschlechtsinkongruenz vorgenommen, wenn eine Hormontherapie allein die gewünschte Gesichtsform nicht erreicht.

Behandelt werden typischerweise drei Gesichtsbereiche: im oberen Drittel Haaransatz, Stirn und Augenbrauenpartie, im mittleren Drittel Nase, Wangenknochen und Lippen, im unteren Drittel Kinn, Kieferlinie und der Adamsapfel. Welche Einzeleingriffe tatsächlich stattfinden, hängt von den individuellen Gesichtszügen und Wünschen ab – FFS ist kein standardisiertes Einzelverfahren, sondern eine Kombination je nach Bedarf.

Vor dem Eingriff steht eine psychologische Begutachtung, die Geschlechtsdysphorie und die medizinische Notwendigkeit bestätigt. Studien deuten darauf hin, dass Gesichtsfeminisierung das Wohlbefinden und die Lebensqualität trans Frauen bei vergleichsweise geringer Komplikationsrate verbessert. Die Kostenübernahme unterscheidet sich stark von Land zu Land: Frankreich, Belgien und die Niederlande übernehmen die Kosten in der Regel, in Deutschland entscheidet meist eine Einzelfallprüfung durch die Krankenkasse.

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