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Hays Code

Buchstabe H 45 Begriffe

Der Hays Code, offiziell Motion Picture Production Code, war ein Regelwerk zur Selbstzensur der großen US-Filmstudios. Er ist nach Will H. Hays benannt, der von 1922 bis 1945 die Studio-Vereinigung MPPDA leitete. Der Code legte fest, was in Filmen für ein Massenpublikum nicht vorkommen durfte, etwa Drogen, Kraftausdrücke und Sexualität. Die MPPDA beschloss ihn 1930, Vorläufer waren die „Don’ts and Be Carefuls“ von 1927.

Streng angewendet wurde er ab 1934: Am 13. Juni 1934 entstand die Production Code Administration, und ab dem 1. Juli 1934 brauchten Filme ein Siegel. Der Code verbot „sexual perversion“. Homosexualität galt nach dieser Auslegung als darunter fallend, und jede Andeutung gleichgeschlechtlicher Beziehungen war ausgeschlossen, oft ohne dass das Verbot ausdrücklich im Text stand. Queere Figuren und Themen verschwanden deshalb weitgehend aus Hollywoodfilmen oder wurden nur verschlüsselt angedeutet.

Ab Ende der 1950er Jahre ließ die Wirkung nach, unter anderem durch Fernsehen, ausländische Filme und Gerichtsentscheidungen. 1966 war die Durchsetzung praktisch nicht mehr möglich, Ende 1968 löste sich die Production Code Administration auf. Am 1. November 1968 trat das Bewertungssystem der MPAA in Kraft. Als einer der ersten Filme, die Vorurteile gegenüber Homosexuellen offen behandelten und dabei klar gegen den Code verstießen, nennt Wikipedia den britischen Film „The Leather Boys“ von 1964.

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