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Kitchen Table Polyamorie

Buchstabe K 31 Begriffe
Kitchen Table Polyamorie (KTP) bezeichnet eine Form nicht-monogamer Beziehungsgestaltung, bei der alle Beteiligten eines Polyküls – also auch die jeweiligen Metamours, die Partner*innen der eigenen Partner*innen – ein enges, freundschaftliches Verhältnis zueinander pflegen. Namensgebend ist die Vorstellung, dass sich im Idealfall alle gemeinsam an einen Küchentisch setzen könnten, etwa zu einem gemeinsamen Essen oder einer Tasse Kaffee, ähnlich wie in einer traditionellen Familie.

Metamours entwickeln in diesem Modell oft eng freundschaftliche oder geschwisterähnliche Beziehungen, die auf emotionaler Sicherheit, gegenseitigem Respekt und Verlässlichkeit beruhen und parallel zu den romantischen Verbindungen im Polykül bestehen. Kitchen Table Polyamorie wird häufig der sogenannten Parallel-Polyamorie gegenübergestellt, bei der die einzelnen Beziehungen bewusst getrennt bleiben und sich die Beteiligten nicht zwangsläufig kennenlernen müssen. Welches Modell passt, hängt von den Bedürfnissen und Kapazitäten der Beteiligten ab – keines der beiden gilt in der Polyamorie-Community als grundsätzlich überlegen.

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