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Takarazuka Revue

Buchstabe T 58 Begriffe

Die Takarazuka Revue ist eine japanische Theatertruppe, in der ausschließlich Frauen auftreten, auch in den männlichen Rollen. Gegründet wurde sie 1913 von Kobayashi Ichizō, dem Gründer der Bahngesellschaft Hankyū, um Touristen nach Takarazuka zu locken. Die erste Aufführung fand 1914 statt.

Die Darstellerinnen werden jung aufgenommen und besuchen zwei Jahre lang die Takarazuka Music School. Nach dem ersten Jahr werden sie je nach Neigung, Körperbau und Stimme den Otokoyaku (männliche Rollen) oder den Musumeyaku (weibliche Rollen) zugeordnet. Die Otokoyaku gelten als die beliebtere Rolle. Aufgeführt werden meist westliche Musicals, daneben Adaptionen von Manga und Märchen. „Elisabeth“ und „Die Rosen von Versailles“ gehören zu den erfolgreichsten Stücken.

Die Truppe besteht aus fünf Gruppen, jede mit je einem Topstar für Männer- und Frauenrollen. Das Publikum ist seit Langem überwiegend weiblich. Die Revue gilt damit als bekanntes Beispiel für Geschlechterrollenspiel auf der Bühne, auch wenn sie sich selbst nicht als queer versteht.

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