Tom of Finland ist das Pseudonym des finnischen Zeichners Touko Valio Laaksonen (1920–1991). Seine homoerotischen Illustrationen zeigen muskulöse Männer, oft in Uniform oder Leder. Ab 1957 erschienen sie im US-Magazin Physique Pictorial und fanden schnell Anklang in der Bodybuilder-Szene.
Seine Bilder prägten die Ästhetik der Lederszene und das Bild schwuler Männlichkeit weit über Finnland hinaus. Statt Karikatur oder Scham zeigte er selbstbewusste, lustvolle Männer. 1979 gründete er die Tom of Finland Company, 1984 folgte die gemeinnützige Tom of Finland Foundation zur Förderung erotischer Kunst.
Seit 1973 hängen seine Werke in Galerien und Museen, 2009 waren sie auf der Biennale in Venedig zu sehen. Finnland widmete ihm 2014 Sonderbriefmarken, 2017 erschien ein Spielfilm über sein Leben. Laaksonen starb 1991 in Helsinki.