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Tomboy

Buchstabe T 58 Begriffe
Als Tomboy werden Mädchen und Frauen bezeichnet, die sich nicht an die von der Gesellschaft vorgegebenen Geschlechterrollen halten – etwa durch als „jungenhaft" geltende Kleidung, Interessen oder Verhaltensweisen. Der Begriff setzt sich aus „Tom", seit dem 14. Jahrhundert ein gängiger Spitzname für gewöhnliche Männer, und „Boy" zusammen. Die Wortgeschichte reicht weit zurück: 1533 bezeichnete „tomboy" noch einen „groben, ungestümen Jungen", bis 1579 wandelte sich die Bedeutung zu einer „kühnen oder schamlosen Frau", und ab 1592 meinte das Wort Mädchen, die sich wie lebhafte Jungen benehmen. Im deutschsprachigen Raum kam der Begriff vor allem über die Gender Studies in Gebrauch, teils als zusammengesetzter Ausdruck wie „Tomboy-Verhalten" oder „Tomboy-Mädchen". In der sexologischen Literatur wird er verwendet, um geschlechtsuntypisches Verhalten bei Mädchen zu beschreiben. Bekannte literarische Tomboy-Figuren sind Jo aus „Little Women" (1868/69), George Kirrin aus „Fünf Freunde" und Merida aus dem Animationsfilm „Brave".

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