Der Transgender Day of Remembrance (TDoR) findet jedes Jahr am 20. November statt. Er erinnert an Menschen, die wegen Transfeindlichkeit ermordet wurden. Anlass war der Mord an Rita Hester, einer Schwarzen trans Frau, die am 28. November 1998 in Allston, Massachusetts, getötet wurde. Auch der Tod von Chanelle Pickett im November 1995 in Watertown, Massachusetts, spielte eine Rolle; der 20. November ist ihr Todestag.
Die ersten Gedenkveranstaltungen gab es 1999 in Boston und San Francisco. Zu den Initiatorinnen zählen Gwendolyn Ann Smith, Nancy Nangeroni und Jahaira DeAlto. Üblich sind das Verlesen der Namen aus dem vergangenen Jahr, Kerzenvigilien, Gottesdienste, Demonstrationen und Ausstellungen.
Der Gedenktag ist auch umstritten. Die Aktivistin Mirha-Soleil Ross kritisiert, dass er die Hintergründe der Morde an trans Sexarbeiterinnen vermische. Die Wissenschaftler C. Riley Snorton und Jin Haritaworn bemängeln, dass Geschichten über getötete trans Menschen of Color in Bewegungen kursieren, die von weißen Aktivistinnen und Aktivisten geprägt sind.