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Transgenialer CSD

Buchstabe T 58 Begriffe

Der Transgeniale CSD war eine jährliche Demonstration queerer Menschen in Berlin-Kreuzberg und angrenzenden Bezirken. Sie fand von 1998 bis 2013 am vierten Samstag im Juni statt, meist am selben Tag wie der große Christopher Street Day.

Den Anlass lieferte 1997 eine Rede des CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus-Rüdiger Landowsky im Berliner Abgeordnetenhaus, die breit kritisiert wurde. Protestierende antworteten beim CSD mit einem „Rattenwagen“, den die Polizei beschlagnahmte. Es folgte ein spontaner Marsch nach Kreuzberg, im Jahr darauf begann der Kreuzberger CSD.

Der Transgeniale CSD verstand sich als politische Alternative zum CSD, den er als zu kommerzialisiert ansah. Es ging gegen Homophobie, Transfeindlichkeit, Heteronormativität und Rassismus, aber auch um Gentrifizierung, Abschiebung und prekäre Arbeit. Entschieden wurde in offenen Plena; Parteien, nationale Symbole und Firmen waren unerwünscht. Der Umzug endete traditionell mit einem Straßenfest am Heinrichplatz. 2013 wurde er in „t*CSD“ umbenannt, später folgten Nachfolgeveranstaltungen wie der Kreuzberger CSD und der X*CSD. Stand der Quelle: Teile des Artikels gelten seit 2022 als veraltet.

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